Aktien, Fonds, Derivate und Edelmetalle
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Donald Waters
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Was wir jetzt tun sollten
Kurzfristig Immer mit Kursrücksetzern rechnen und gleichzeitig Cash zur Seite legen, bei Schnäppchenpreisen zuschlagen. Darauf achten, dass nur Qualitätsaktien gekauft werden.
Langfriststrategie: Sparpläne werden fortgeführt, der Cost-Average-Effekt sorgt für einen guten Einkaufspreis und eine ordentliche Rendite. Des Weiteren kann bei günstig bewerteten Aktien immer mal eine Tranche hinzu gekauft werden (z. B. Amazon, SAP, Nike, Adobe Inc., Münchner Rück, PepsiCo, VONOVIA, IBM, Microsoft). Auch Chinesische Unternehmen sind sehr gut für die Zukunft aufgestellt, wie zum Beispiel jd.com, Alibaba, Baidu.
Edelmetalle: Regelmäßig den Bestand an Gold und Silber erhöhen. Dies ist wichtig, um im ungünstigsten Szenario abgesichert zu sein.
Heute aktuell
EZB: Die EZB hat den Leitzins am Donnerstag auf 2,5 % angehoben.
Microsoft bringt mit dem Majorana 2 eine neue Generation seines Quantenchips und nennt erstmals einen Termin: Ab 2029 sollen kommerzielle Quantencomputer auf den Markt kommen. KI half dabei, die Leistung in einigen Bereichen um den Faktor 1000 zu steigern.
Aktienmarkt verliert etwas an Dynamik
Steigende Ölpreise und Anleiherenditen haben zuletzt Druck auf die Aktienmärkte ausgeübt. Der S&P 500, Dow Jones und Nasdaq gaben nach.
Das Entscheidende ist aber:
Bisher sprechen wir eher von einer Korrektur als von einem Bärenmarkt.
Für Value-Investoren ist das sogar interessant.
Denn eine Korrektur kann die Möglichkeit eröffnen, Unternehmen mit hervorragender Bilanzqualität zu vernünftigeren Preisen einzusammeln.
Vorsicht vor Marktkorrektur im Herbst
Bitte rechnen Sie in den nächsten Wochen mit einer Marktkorrektur, wo es auch mal bis zu 50 % nach Unten gehen kann. Wir bahlten einen kühlen Kopf und sehen dieses Szenario als Chance, um super günstig Qualitätsaktien kaufen zu können. Eine Marktbereinigung ist gesund und nichts Außergewöhnliches. Die Märkte werden sich schnell wieder erholen.
Bernard Arnault "fliegt" aus den Top 10
Der französische Luxusgüter-Magnat Bernard Arnault (77), Chef des LVMH-Konzerns, ist aus der Riege der zehn reichsten Menschen der Welt herausgefallen, berichtet das manager magazin.
Dem Bloomberg Billionaires Index zufolge schrumpfte Arnaults Vermögen am Donnerstag auf 143 Milliarden US-Dollar (rund 123 Milliarden Euro). Damit rutschte er im Ranking auf Platz elf, hinter US-Starinvestor Warren Buffett (96), den langjährigen Chef und größten Anteilseigner der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway..
Kunlunxin-Börsengang (H2 2026)
Baidu bereitet für die zweite Jahreshälfte den IPO seiner eigenen KI-Chip-Sparte Kunlunxin in Shanghai oder Hongkong vor. Angestrebt wird eine Bewertung von rund 100 Milliarden Yuan (ca. 14,7 Mrd. USD), wovon Baidu rund 58 % kontrolliert. Kunlunxin ist deshalb interessant, weil das Unternehmen als einer der aussichtsreichsten chinesischen Entwickler von KI-Beschleunigern gilt und mit den kommenden Chips M100 (2026) und M300 (2027) stärker mit NVIDIA konkurrieren möchte. Zudem profitiert es von Chinas Bestreben, unabhängiger von US-Halbleitern zu werden.
OpenAI verschiebt geplanten Börsengang
Der geplante Börsengang von OpenAI wird voraussichtlich nicht mehr 2026 stattfinden. OpenAI hat zwar bereits vertraulich einen S-1-Entwurf bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, einen konkreten IPO-Termin gibt es jedoch noch nicht.
Das Unternehmen wurde zuletzt mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet. Eine mögliche Bewertung von 1 Billion US-Dollar oder mehr bei einem späteren Börsengang steht im Raum.
Hintergrund der Verschiebung sind unter anderem die zunehmenden Sicherheits- und Regulierungsfragen rund um immer leistungsfähigere KI-Systeme. Gleichzeitig benötigt OpenAI enorme Investitionen in Rechenleistung, Infrastruktur und Forschung.
Für Anleger stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Ist OpenAI zwar eines der aussichtsreichsten KI-Unternehmen der Welt – aber möglicherweise zu teuer bewertet?
Ein möglicher Börsengang 2027 könnte daher zu einem der interessantesten IPOs der kommenden Jahre werden. Entscheidend werden dann Umsatz, Profitabilität, Free Cashflow, Kapitalbedarf und vor allem die Bewertung sein.
Auch die noch bekanntere chinesische KI DeepSeek fiel laut Anthropic mit solchen Tricks auf.
Erfahren Sie mehr mit unserer Analyse.
Anthropic gegen DeepSeek und Kimi
Laut dem manager magazin soll Kimi binnen zehn Tagen fast 300.000 Anfragen über 5380 Fake-Accounts an Claude geschickt haben. Zudem wirft Anthropic chinesischen Entwicklern vor, US-KI millionenfach zum Training eigener Modelle genutzt zu haben. Dafür sei ein Netzwerk aus 5380 Fake-Accounts genutzt worden.
Auch die noch bekanntere chinesische KI DeepSeek fiel laut Anthropic mit solchen Tricks auf.
14. September 2026
Das wichtigste Signal der Woche
Die Börsen bekommen derzeit von mehreren Seiten Gegenwind: Öl über 100 USD, steigende Inflationserwartungen und wieder steigende Zinsen.
Das ist aus meiner Sicht momentan wichtiger als einzelne Unternehmensnachrichten. Die Kombination kann dazu führen, dass Anleger ihre Bewertungsmodelle anpassen müssen.
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1. EZB erhöht Zinsen auf 2,50 %
Die EZB hat am 10. September die drei Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben. Der Einlagensatz liegt nun bei 2,50 %. Hintergrund sind vor allem die deutlich gestiegenen Energiepreise und die Sorge, dass die Inflation länger hoch bleibt.
Warum ist das wichtig?
Die ursprüngliche Erwartung vieler Anleger war, dass die großen Zentralbanken mittelfristig wieder lockerer werden. Jetzt zeichnet sich ein anderes Szenario ab: Higher for longer.
Zinsen könnten länger hoch bleiben als bisher erwartet.
Auswirkungen
Bereich Einschätzung
Banken 🔴 positiv
Versicherer 🔴 eher positiv
Value-Aktien 🔴 gemischt
Immobilien 🔴 negativ
hoch bewertete Tech-Aktien 🔴 negativ
hoch verschuldete Unternehmen 🔴 negativ
KK-Value-Faktor: ⭐⭐⭐⭐⭐
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2. Ölpreis über 100 USD – das eigentliche Problem
Brent-Öl ist in dieser Woche zeitweise über 100 USD je Barrel gestiegen. Dadurch steigt das Risiko einer neuen Inflationswelle.
Das ist für die Börse eine ungünstige Kombination:
Öl ↑ → Inflation ↑ → Zinsen ↑ → Bewertungsmultiplikatoren ↓
Besonders gefährlich ist das für Unternehmen, deren Aktienkurse bereits sehr hohe zukünftige Wachstumsraten einpreisen.
Gewinner
🟢 Ölproduzenten
🟢 Energieunternehmen
🟢 teilweise Rohstoffunternehmen
Verlierer
🔴 Airlines
🔴 Logistik
🔴 Chemie
🔴 energieintensive Industrie
🔴 Konsumunternehmen mit schwacher Preissetzungsmacht
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3. Fed vor einer extrem wichtigen Entscheidung
Am 15./16. September trifft sich die US-Notenbank Fed.
Der Markt rechnet inzwischen mit einer möglichen Zinserhöhung. Die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung ist zuletzt deutlich gestiegen.
Besonders interessant: Die US-Inflation liegt weiterhin deutlich über dem 2-%-Ziel. Die San Francisco Fed berichtet für Juli eine PCE-Inflation von 3,7 % und eine Kerninflation von 3,3 %.
Für Aktien ist das entscheidend.
Wenn die Fed signalisiert „Wir müssen die Zinsen möglicherweise weiter erhöhen“, könnte das insbesondere bei hoch bewerteten Wachstumsaktien zu einer Neubewertung führen.
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4. Aktienmarkt verliert etwas an Dynamik
Steigende Ölpreise und Anleiherenditen haben zuletzt Druck auf die Aktienmärkte ausgeübt. Der S&P 500, Dow Jones und Nasdaq gaben nach.
Das Entscheidende ist aber:
Bisher sprechen wir eher von einer Korrektur als von einem Bärenmarkt.
Für Value-Investoren ist das sogar interessant. Eine Korrektur kann die Möglichkeit eröffnen, Unternehmen mit hervorragender Bilanzqualität zu vernünftigeren Preisen einzusammeln.
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5. Commerzbank vs. UniCredit – Übernahmekampf geht weiter
Das Thema bleibt für den deutschen Finanzsektor ausgesprochen interessant.
UniCredit verfolgt weiterhin die Übernahme der Commerzbank. Gleichzeitig versucht die deutsche Politik, die Commerzbank als eigenständiges deutsches Institut zu erhalten.
Interessant ist dabei die operative Situation der Commerzbank:
Die Bank meldete im ersten Halbjahr 2026 ein Rekordergebnis und plant einen weiteren Aktienrückkauf.
Meine Anlegerperspektive
Hier sollte man nicht nur auf den Übernahmekurs schauen. Die eigentlich interessante Frage lautet:
Wie viel ist die Commerzbank ohne Übernahmefantasie fundamental wert?
Das wäre ein klassischer Fall für den KK Value Score.
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6. 21 Großbanken greifen Stablecoins an
Das könnte langfristig eine der interessantesten Nachrichten sein.
Ein Konsortium aus 21 internationalen Finanzinstituten arbeitet an einem eigenen Stablecoin-Projekt mit geplantem Start 2027. Unter den beteiligten Großbanken befinden sich unter anderem Bank of America, Citigroup und Goldman Sachs.
Das zeigt eine wichtige Entwicklung: Banken sehen Stablecoins offenbar nicht mehr nur als Bedrohung, sondern als zukünftige Infrastruktur des Zahlungsverkehrs.
Für Anleger bedeutet das:
🟢 Banken könnten ihre Rolle im digitalen Zahlungsverkehr verteidigen.
🟢 Blockchain-Technologie könnte stärker in das traditionelle Finanzsystem integriert werden.
🟢 Unternehmen wie Visa, Mastercard, Banken und Fintechs könnten langfristig betroffen sein.
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7. Was bedeutet das für Apple?
Für Apple ist die aktuelle Situation interessant.
Apple profitiert von seiner starken Bilanz und enormen Cashflows.
Aber: Apple ist kein klassischer Value-Titel, wenn die Bewertung sehr hoch ist. Steigende Zinsen erhöhen den Diskontierungszins für zukünftige Cashflows.
Deshalb würde ich Apple momentan weniger nach dem Motto
„Ist Apple ein gutes Unternehmen?“
und stärker nach
„Ist Apple zu diesem Preis ein gutes Investment?“
beurteilen.
Das ist genau die Trennung, die ich beim KK Value Score wichtig finde.
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8. Konsumgüteraktien geraten zwischen zwei Fronten
Unternehmen wie Coca-Cola, PepsiCo und Nestlé haben einen großen Vorteil: Preissetzungsmacht und relativ stabile Nachfrage.
Aber höhere Energie-, Transport- und Rohstoffkosten können die Margen belasten. Gleichzeitig werden diese Unternehmen bei steigenden Anleiherenditen weniger attraktiv, wenn ihre Dividendenrendite nur knapp über der Rendite sicherer Anleihen liegt.
Daher gilt auch hier: Qualität allein reicht nicht. Der Einstiegspreis entscheidet.
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Mein KK Value Invest Marktbild
Faktor Bewertung
Inflation 🔴 7/10 Risiko
Zinsen 🔴 8/10 Risiko
Ölpreis 🔴 8/10 Risiko
Rezessionsrisiko 🟡 5/10
Aktienbewertungen 🔴 7/10
Unternehmensgewinne 🟢 7/10
Banken 🟢 7/10
Value-Aktien 🟢 7/10
Cash als Option 🟢 8/10
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Mein Fazit für einen Value-Investor
Ich würde nicht in Panik verkaufen.
Aber ich würde aktuell auch nicht aggressiv hinter steigenden Kursen herlaufen.
Die Kombination aus
Öl ↑ · Inflation ↑ · Zinsen ↑ · Bewertungen ↑
spricht meiner Meinung nach für einen selektiven und geduldigen Ansatz.
Das bedeutet:
Liquidität behalten, Watchlist aufbauen und bei hochwertigen Unternehmen auf attraktive Sicherheitsmargen warten.
Gerade für das KK Value Invest-Konzept ist das ein interessantes Marktumfeld:
Nicht der beste Zeitpunkt, um einfach „den Markt“ zu kaufen – aber möglicherweise ein guter Zeitpunkt, um die Unternehmen herauszufiltern, die bei einer Korrektur interessant werden.
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Meine 5 Beobachtungskandidaten für die kommende Woche
1. Apple – Bewertung vs. Cashflow
2. Commerzbank – fundamentaler Wert vs. Übernahmefantasie
3. Coca-Cola – defensive Qualität vs. Bewertung
4. Nestlé – defensive Qualität + Dividende vs. Wachstum
5. Öl-/Energiewerte – profitieren von der aktuellen Preisentwicklung
Wichtigster Termin der Woche:
15./16. September – Fed-Entscheidung.
KK ValueInvest - Wochenkompass
Grundlagen für einen erfolgreichen Start
Durch finanzielle Bildung Wohlstand schaffen
Investitionsstrategien entwickeln
Wir helfen Ihnen, kluge Investitionsentscheidungen zu treffen und Marktpotenziale optimal auszuschöpfen.
Risiken minimieren
Wir zeigen Ihnen Wege, Risiken zu erkennen und zu minimieren, um bessere Anlageentscheidungen zu treffen.
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